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Impressionen von Kun_tiqi... Impressionen von Kun_tiqi...
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Interview

Balsa unterm Bein. Oder: Wie man ein Surfbrett ökorrekt macht.

Stefan Weckert von "Kun_tiqi - Surfriders Who Care" betreibt eine kleine, feine Surfboard-Shaperei. Das Besondere daran: Surfboards gefertigt aus Holz.

von

 

Kurze Zwischenfrage: Wie repariert man einen Ding, d.h. ein Loch bei einem Balsa-Holz-Brettl? Is das eine Mörderoperation?

Da es auch Glasfaser und Harz ist, passieren Dings ähnlich leicht wie bei einem Polyester Board, unser Harz ist flexibler, das bringt jedoch schon Vorteile. Repariert werden unsere Balsa-Surfboards genauso wie Polyester-Boards, nur mit anderen Materialien, mit Epoxydharz und Holzstaub das Loch füllen. Dann mit unserem Harz (wir verschicken Repair Kits) und Glasfaser laminieren. Fertig.

 

Aber - abgesehen von den üblichen Verletzungen - sind eure Boards bei guter Pflege ein Freund für viele Jahre?

Wenn man sein Board wie einen guten Freund behandelt, dann warscheinlich für ein leben lang!

 

Wie das surfen selber... :-)

Heute is es ja so: Surf-Camps boomen, von einer Nischensportart kann man nicht mehr sprechen. Hast du das Gefühl die Mentalität des Surfens hat sich dadurch verändert? Was kann ein Surfcamp gut machen? Was läuft oft falsch?

Nein, ein Nieschensport ist Surfen nicht mehr! Natürlich verändert das einen Sport wenn plötzlich 100 Surfer im Wasser sind, als nur 10 Leute vor 10 Jahren. Ich denke die Verbundenheit unter den Surfern ist nicht mehr so stark wie das war, als der Sport begonnen hat. Aber ich selbst weiss es auch nicht genau, da ich erst vor 14 Jahren angefangen habe und da waren die Lineups in Frankreich schon voll.

Ich denke, dass es wichtig ist, ein Surfcamp nicht als Massenveranstaltung zu sehen. Es sollten immer kleine Gruppen sein, dadurch entwickelt sich eine Gruppendynamik, man lernt die Menschen in der Gruppe besser kennen und ausserdem lernt man dabei viel mehr!

Was auf jeden Fall in keinem Surfcamp fehlen sollte, ist eine Einweisung in das Verhalten am Surfspot und im Wasser respektieren und respektiert werden. Den Spot für sein Können aussuchen, sonst kann es für einen selbst und andere gefährlich werden.

 

Ihr habt ja letztes Jahr was ganz anderes gemacht. Auf eurer Facebook-Seite habt ihr über einen Trip mit dem Rad entlang der Küste berichtet. Wie is es Euch ergangen? Hat man mit der "langsamen Mobilität" immer das Gefühl am falschen Platz zu sein? Oder gewinnt man etwas von der "Langsamkeit"?

Dass ich das Gefühl hatte, immer am falschen Ort zu sein, hatte ich vorher oft, wenn ich mit dem Auto unterwegs war. Da war die Versuchung zu groß an einem anderen Spot etwas zu verpassen - und als ich dann dort war, hatte es am ersten doch besser ausgesehen. Als ich dann wieder am ersten Spot ankam, waren zu viele Leute im Wasser, oder der Onshore-Wind war da.

Für mich war der Fahrrad-Trip eine kleine Erleuchtung. Wenn wir nach mehreren Stunden am nächsten Spot ankamen, waren wir so froh einfach da zu sein, glücklich rasten zu können. Dann haben wir das Beste aus den Bedingungen gemacht, ohne uns zu sorgen irgendwo etwas zu verpassen, wir waren dann einfach angekommen und haben uns mit den Gegebenheiten abgefunden.

Es wird auf jeden Fall eine Fortsetzung geben!

Infobox

Der Name Kun_tiqi leitet sich ab vom Inka-Sonnengott Kun tiqsi Viracocha. Der Name verweist auf die Herkunft des Balsa-Holzes und wo dieses seit Jahrzehnten zu Boards verarbeitet wird.


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