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Wandern & Trekking

Nomaden aus Leidenschaft

Die Welt ist ihr Zuhause. Doris und Hubert Neubauer über moderne Abenteuer, Nachhaltiges Reisen und ihre persönlichen Grenzen.

von
Wir haben zu lange herumüberlegt und uns nicht bewegt, bald konnte ich schon nicht mehr klar denken, das hätte ich wahrscheinlich alleine nicht überlegt. Zu diesem Zeitpunkt hatte es -48 Grad.

 

Wie ist euer Verhältnis zur Natur?
Hubert: Wir haben ein sehr inniges. Ich frage mich oft, wie vielen Leuten auffällt, wenn es im Frühling auf einmal wieder grün wird und die Blätter rauskommen-das ist für mich ein großartiges Geschenk der Natur und viele nehmen es als selbstverständlich. Vielen ist nicht bewusst, wie zerbrechlich das alles ist, wieviele Tiere vom Aussterben bedroht sind. Wir werden von den Industriemächten gelenkt, über uns hängt das Damokles Schwert und das müssen wir uns selbst bewusst machen. Außerdem ist überall dieses Plastik: An der Quelle des Ganges auf einer Seehöhe von 3700 Metern liegen unzählige Plastikflaschen herum.

Doris: In Alaska habe ich es so erlebt, dass wir mit der Natur eins geworden sind. Sie kann zwar unbarmherzig sein, aber es ist ein tolles Erlebnis.

 

Was denkt ihr über nachhaltiges Reisen?
Hubert: Generell dürfte man nicht mit dem Flugzeug reisen, was man allein dadurch an Natur zerstört! Das Auto sollte auch Tabu sein. Am besten wäre es, einfach die Haustüre aufzumachen und loszumarschieren. Außerdem zerstört man auch kulturell sehr viel. Wir schmeißen in Ländern, die kaum Zivilisation haben, mit Kugelschreibern herum. Oder auch am Himalaya: Dort wachsen die Bäume sehr langsam, aber die Touristen wollen es warm haben. Heute gibt es dort fast keine Bäume mehr. Ein weiteres Problem sind die Plastikflaschen in Nepal: Ein einziges Trekkinggebiet hat mittlerweile reagiert und eine plastikflaschenfreie Zone eingerichtet.

Sobald kleine Probleme wieder zu großen werden, ist der Punkt erreicht, wo man sagt, es ist Zeit wieder zu flüchten. In uns steckt ein Nomade. Doris Neubauer

Wo ist der schönste Ort, den ihr jemals gesehen habt?
Hubert: Das kann ich gar nicht mehr beantworten. Unterwegs zu sein ist der Ort, wo ich immer wieder hin zurückkomme. Inzwischen war ich schon zehn Mal am Kilimantscharo und es war jedes Mal wunderschön.

 

Wie lange müsst ihr zuhause sein, um wieder „Hummeln im Hintern“ zu haben?
Doris: Wenn’s gut geht, drei Tage. Solange das Gefühl des Fortseins noch da ist. Sobald kleine Probleme wieder zu großen werden, ist der Punkt erreicht, wo man sagt, es ist Zeit wieder zu flüchten. In uns steckt ein Nomade.

Infobox

Die beiden Vollblut-Abenteurer Doris und Hubert Neubauer begeistern nicht nur in Inteviews sondern auch durch zahlreiche Vorträge und Bücher wie Abenteuer Alaska. Ihre Reisen führten sie bislang unter anderem durch Alaske, Indien, Chile, Äthiopien oder Namibia


mehr über die Neubauers:

Homepage Doris & Hubert Neubauer
Doris und Hubert Neubeuer, 2 Nomaden aus Leidenschaft Doris und Hubert Neubeuer, 2 Nomaden aus Leidenschaft
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